11
Januar
2012

Jusos Eltville: Bürgerservice ist Mogelpackung

Jusos Eltville

Zu den Äußerungen der CDU-Mitglieder Pnischek und Kreckel erklären die Eltviller Jusos: „CDU-Ortsvorsteher Pnischek und seine Parteifreundin Kreckel versuchen, den Mobilen Bürgerservice als Steigerung der Dienstleistungsqualität in Eltville zu verkaufen – dabei vergessen sie, dass gleichzeitig alle Servicestellen in den Stadtteilen geschlossen wurden“, so der Eltviller Juso-Vorsitzende Thomas Wieczorek.

Die bisherigen Bürgerservicestellen in den Stadtteilen hätten, so die Forderung der Jusos, nicht geschlossen werden dürfen, sondern mit moderner EDV ausgestattet werden müssen. Die technische Ausstattung war dort teilweise so miserabel, dass man selbst einfachste Behördengänge nicht erledigen konnte und die Standorte so zu Ausgabestellen für Gelbe Säcke verkommen sind.

 

Besonders verwundert zeigen sich die Jusos über die Aussage der CDU, dass durch den Mobilen Bürgerservice Personalkosten eingespart werden und der Bürgerservice verbessert wird.

 

„Die Eltviller CDU ist wohl die einzige Partei in Deutschland, die glaubt, dass es mehr Bürgerservice gibt, indem man Personal entlässt. Wir alle kennen die Warteschlangen im Rathaus. Diese werden nicht kürzer, wenn es weniger Personal gibt“, erklärt Katarina Pfaff.

Insgesamt bewertet die SPD das Konzept des Mobilien Bürgerservice zwar als interessante Idee – allerdings nur als Zusatzangebot und nicht als Ersatz für die Servicestellen in den Stadtteilen. „Es will ja auch nicht jeder Bürger die Mitarbeiter der Stadt auf seinem Wohnzimmersofa empfangen“, so der SPD-Parteivorsitzende Ralf Bachmann.

 

Mit Blick auf den laufenden Eltviller Bürgermeisterwahlkampf kritisieren die Jusos auch Patrick Kunkel:

 

„Seit Kunkel Bürgermeister ist, tickt die Schuldenuhr immer schneller. Dass er wenige Monate vor der nächsten Wahl nun hektisch den Rotstift an der völlig falschen Stelle ansetzt, um sich als Mann der soliden Finanzen zu profilieren, zeigt, wie nervös er ist“, so der Juso-Vorsitzende.

 

Am Ende werden die Bürger seine verfehlte Finanzpolitik mit schlechterem Service bezahlen müssen. „Mit Kunkel wird Eltvilles Zukunft dunkel“, erklärt Wieczorek abschließend.

 

Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de

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